06. Dezember 2014

1250 Jahre Benediktinerabtei Ottobeuren

"Kultur am Ort" der MEMMINGER ZEITUNG spricht von einer "erfrischenden Gesprächsrunde" des "Literarischen Quartetts", das in Ottobeuren über Themen wie das Leben im Kloster, den Zölibat oder über Flüchtlingsaufnahme im Kloster diskutiert hat. Am Tisch saßen mit Simon Dausch, Annalena Proksch und Felix Göppel drei ganz junge Leute sowie der amtierende Abt Johannes Schaber und der Abtprimas der Benediktiner Dr. Notker Wolf (Bild). Im Oktober 2013 war er TiB-Gast von Raimund Haser.

Dass er gern aus Rom ins Unterallgäu gekommen sei, betonte Wolf, weil ihm die Idee dieses Quartetts zum Jubiläumsjahr der Ottobeurer Abtei so gut gefallen habe. Beide Ordensmänner sprachen sehr persönlich und offen. So hätte der Primas kein Problem, wenn der priesterliche Zölibat freigestellt werden würde. Jedoch gab er zu bedenken, dass es "gar nicht so einfach ist, eine gute Ehe zu führen". Die moderne Ich-Bezogenheit gab der oberste Benediktiner als einen Grund dafür an, dass nicht mehr so viele Menschen ins Kloster gehen.

Die jugendlichen Diskutanten hatten sich durch Lektüre einschlägiger Bücher vorbereitet. Darunter auch das Buch "Was in zwei Koffer passt" der verheirateten früheren Nonne Veronika Peters (Bild).Auch sie talkte schon einmal in Leutkirch, und zwar im Sommer 2007 mit Bernd Dassel. (siehe TiB-Archiv)