Unter dem Titel "200 Busse und 20.000 Besucher pro Jahr" berichtete schwäbische.de letzte Woche über den Besuchermagnet Glasmanufaktur Schmidsfelden. Deren Leiter Stefan Michaelis war beim Sommertalk vorm Bock im August 2015 einer der talkenden Leutkircher Köpfe.
Während es jetzt noch sehr ruhig im historischen Glasmacherdorf ist, geht es zwischen April und Oktober dann so richtig rund. Die Zahl von 20.000 Besuchern sollte sich heuer durch zusätzliche Gäste aus dem nahegelegenen Center Parc Allgäu noch deutlich übertreffen lassen.
Der jetzt noch kalte Schmelzofen läuft demnächst acht Monate lang durch, was einen hohen Energieverbrauch nach sich zieht. Gedeckt wird er tagsüber u.a. durch die eigene Photovoltaik-Anlage der Glashütte. Da sie die einzige im Umkreis von mehreren hundert Kilometer ist, erstrecke sich das touristische Potenzial von der Ostschweiz bis zur Schwäbischen Alb.
Was die Probleme betrifft, sprach Michaelis die zu geringe Wertschätzung des Handwerks an. Es gebe Besucher, die sich darüber mokieren, dass ein Glas 14 Euro kostet, und verweisen auf Ikea, wo man für das gleiche Geld sechs Gläser bekäme. Fehlende Wertschätzung für das Handwerk gibt es auch, wenn es um Brötchen vom Handwerksbäcker geht.