Erst vor sechs Wochen war er bei Andreas Müller im 175. TiB zu Gast. Jetzt erzählte der früher als Kommissar beim Opferschutz engagierte Carlos Benede in der Reihe "Weilheimer Glaubensfragen" über sein außergewöhnliches Leben als zweifacher Adoptivvater von Söhnen, deren Mütter von ihren leiblichen Vätern ermordet wurden. "Gutsein an den Grenzen - Barmherzigkeit erfahren und weitergeben" lautete das Thema, zu dem Benede referierte. Wie in Leutkirch auch, stellte er gleich in seinem ersten Satz klar: "Es gibt nicht nur einen Carlos".
Zusammen mit seinem Freund Siegfried Hofer gründete er 2012 in Dachau das Jugendhilfeheim "Weitblick". Dort fange man genau dort an, wo andere aufhören, also mit jungen Menschen, mit denen niemand mehr klarkommt, die in verschiedenen Einrichtungen waren und die niemand mehr nehmen will. Zielgruppe sind Jugendliche zwischen 12 und 18, die gestrandet, traumatisiert oder Vollwaise sind.
Ausschlaggebend für Erfolge oder das Gegenteil ist stets das Vertrauen. Das gelte es in einem langen Prozess, den man aushalten muss, aufzubauen. Was noch wichtig ist: "Ohne Humor geht gar nichts".