Der Deutschlandfunk veröffentlichte auf seiner Homepage einen Artikel über DDR-Dopingopfer mit diesem Zitat als Titel: "Wir hatten mehr Angst vor dem Trainer als vor den Elementen". Es handelt sich um die Ergebnisse einer Studie der Uni Greifswald, einer Schweriner Klinik und des Doping-Opfer-Hilfsvereins, dessen Vorsitzende Ines Geipel ist, die Ende Januar diesen Jahres im TiB zu Gast war. Das Titel-Zitat stammt aus dem Mund der heute 45-jährigen Dana Boldt, die als Zwölfjährige DDR-Jugendmeisterin im Turnen war. Sie berichtet davon, dass damals im Sportinternat Schläge, Demütigungen und Übergriffe an der Tagesordnung gewesen sind.
Dana war ein hübsches junges Mädchen. Mit 14 fielen ihr plötzlich die Haare aus: "Irreversibel, das heißt nicht wieder rückkehrbar". Es sind die Folgen der Einnahme von Hormonpräparaten, die die Jugendlichen ständig einnehmen mussten. Man machte ihnen weis, dass es Vitamine seien,
Solche und viele andere Fälle vergleichbarer Art veranlassen DOH-Vorsitzende Geipel zu fordern, dass das DOH-Hilfe-Gesetz zur finanziellen und moralischen Unterstützung der DDR-Dopingopfer über 2020 hinaus fortgesetzt wird. Neu aufgelegt werden soll auch ein Appell an den Deutschen Olympischen Sportbund, den Hilfsfond "Sport und sexualisierte Gewalt" neu aufzulegen. Schließlich soll auch der DFB Unterstützung leisten, denn es würden sich zunehmend auch Fußballspieler aus der ehemaligen DDR-Oberliga melden.