Im September aus der Bundespolitik in Berlin ausgeschieden, kann es Wolfgang Bosbach (TiB-Gast im Januar 2014) nicht lassen. Wie der BERGISCHE VOLKSBOTE kurz vor Weihnachten berichtete, beschäftigt sich der renommierte Innenpolitiker der CDU jetzt wieder mit innerer Sicherheit. Weil ihn NRW-Ministerpräsident Laschet darum gebeten hatte, leitet er jetzt eine Kommission zur Sicherheit in NRW. Sie nennt sich "Mehr Sicherheit für Nordrhein-Westfalen".
Um die ist es im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland nicht gut bestellt. Die Wahr- scheinlichkeit, an Rhein und Ruhr Opfer eines Verbrechens zu werden, ist um 70 Prozent höher als in Bayern. Speziell in Köln seien es sogar 100 Prozent. Sein eigener Rheinisch-Bergischer Kreis sei davon nicht ausgenommen, sagte der Politiker. Bosbachs Kommission nimmt im Januar ihre Arbeit auf.
Dass er aktuell nicht mehr in Berlin mitmischt, hat für "Wobo" zwei Seiten. Einerseits vermisst er die leidenschaftlichen Plenardebatten im Bundestag. Andererseits findet er es nicht schlimm, nicht mehr dabei zu sein, wenn es nach Monaten der Verhandlungen um die Bildung einer neuen Bundesregierung "nicht den geringsten Fortschritt gibt".