Angesichts des anhaltend starken Zustroms von Flüchtlingen und als Folge eines vielzitierten Satzes der Bundeskanzlerin ("Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land") hat die Diskussion um die Flüchtlingspolitik erheblich an Intensität zugenommen. So äußert Rudi Wais in der Augsburger Allgemeinen unter dem Titel "Willkommen im Merkel-Land" die Vermutung, die "Mutter Courage aus der Uckermark" würde vielleicht nach einem Thema oder nach einem Bild von ihr suchen, das auch in ferner Zukunft mit ihrem Namen verbunden bleibt, um ihr einen Platz in den Geschichtsbüchern zu sichern
In diese Diskussion hat sich auch der TiB-Gast von Januar 2014, Wolfgang Bosbach,(Bild) eingeschaltet. Einerseits bestätigt der CDU-Politiker Merkel, dass es richtig ist, dass unser Asylrecht weder Höchstzahlen noch Quoten kennt. Andererseits bedeute das aber "im Umkehrschluss nicht, dass Aufnahmekapazität und Integrationskraft unseres Landes unbegrenzt sind".
Bei der Sitzung der Unionsfraktion am Dienstag erwartet Bosbach eine lebhafte Diskussion über die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin. Die CSU hatte die Öffnung der Grenzen bereits als gravierenden Fehler kritisiert, der sich nicht wiederholen dürfe. Ferner äußerte Bosbach, dass "man nicht jeden, der sich bei dieser Entwicklung kritisch äußert, in die ausländerfeindliche Ecke stellen darf".