11. Dezember 2017

Beförderung in die Ahnengalerie

Der in seiner Münchner Heimat noch immer ganz liebevoll "Klein Fipsi" oder einfach nur "Bippo" genannte, jetzt 34 Jahre junge und kaum 170 Zentimeter hoch gewachsene frühere Ex-Fußballprofi des FC Bayern und Kapitän der deutschen Nationalmannschaft Philipp Lahm wurde zum "Weltfußballer des Jahrzehnts" erkoren. So titelt es das Sportmagazin KICKER.de und fügt im Untertitel "DFB applaudiert Lahm in den Fußball-Olymp" hinzu. Per Akklamation kürte der DFB den WM-Kapitän und Weltmeister 2014 in Brasilien zum sechsten Ehrenspielführer der Nationalmannschaft.

Damit steht er in der Ahnengalerie der Ehrenspielführer der DFB-Geschichte in einer Reihe neben den Fußball-Legenden Fritz Walter, Uwe Seeler, Lichtgestalt Franz Beckenbauer, Lothar Matthäus und Jürgen Klinsmann. Seine Profi-Karriere beendete Lahm diesen Sommer bei den Bayern - natürlich mit dem Meistertitel. Sein letztes Spiel im weißen Trikot mit dem Adler auf der Brust war das 1:0 gegen Argentinien im WM-Finale im Stadion Maracana zu Rio de Janeiro.

Die Bezeichnung "Weltfußballer des Jahrzehnts" geht allerdings nur auf Bundestrainer Joachim "Jogi" Löw zurück, der in der Laudatio seinen Schützling derart überschwänglich pries. Und der TiB-Gast von Dezember 2008 sagte in seiner Dankesrede: "Ehrenspielführer - für mich bedeutet diese Auszeichnung nicht nur Ehre, sondern auch Verpflichtung und Auftrag. Fußball ist Allgemeingut und das muss er auch bleiben".