01. Juni 2018

Bruch internationalen Rechts

Mit Trumps Entscheidung, ab heutigem Freitag Strafzölle auf Stahl und Aluminium aus Europa zu verhängen, verärgern die USA die deutsche Wirtschaft. Die Unternehmerverbände plädieren für ein Zeichen der Geschlossenheit. Zu Wort meldete sich auch DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer, der im Mai 2015 im TiB zu Gast war.

"Mit der Einführung von Strafzöllen selbst gegen eigene Verbündete brechen die USA internationales Recht", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammer- tages wörtlich. "Verlieren werden alle: US-Verbraucher, europäische Unternehmen sowie der Produktionsstandort USA". Jetzt gelte es, den Schaden in Grenzen zu halten und europäische Geschlossenheit zu zeigen. Ferner sagte Schweitzer nach n-tv weiter: "Im Zweifel sind Gegen- maßnahmen nötig, um die EU-Position zu stärken. Sonst besteht die Gefahr, dass Zugeständnisse unsererseits zu immer neuen Zumutungen aus den USA führen - zum Schaden unserer Wirtschaft.

So wichtig es ist, mit den USA im Gespräch zu bleiben, als Partner verhandelt man nicht im Boxring. Mindestens jeder vierte Arbeitsplatz in Deutschland hänge am Export, so Schweitzer. Für offene Märkte und international faire Wettbewerbsbedingungen einzustehen, sei deshalb oberstes Gebot.