Im Zusammenhang mit der emotionsgeladenen Bundestagsdebatte zum Thema "Beihilfe zum Suizid" hat das Hamburger Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL zehn Abgeordnete zu Wort kommen lassen. Darunter auch den CDU-Abgeordneten Wolfgang Bosbach (63)aus Bergisch-Gladbach, der im Januar 2014 auch schon Gast beim "Talk im Bock" war.
"Ich habe Krebs". Das sind die drei Worte des ersten von ihm wiedergegebenen Satzes. "Wobo" gilt zwar als fröhlicher Rheinländer, kommt aber doch ins Grübeln, als angesichts steigender PSA-Werte sein Arzt einem baldigen Therapiewechsel das Wort redet. Warum er über keine Patientenverfügung verfügt, begründet er mit dieser bestimmt rhetorisch gemeinten Frage: "Woher soll ich wissen, was für mich in einer Situation richtig ist, die ich weder kenne noch kennen kann?"
"Mir klääve am Lääve" pflegen die Kölsche Jung und Mädsche zu sagen. Das gilt auch für Bosbach: "Wer am Leben klebt, macht sich nicht gern Gedanken über den Tod". In dem Bewusstsein, dass zwei Drittel seines Lebens ganz sicher vorbei sind, "rede ich mir manchmal ein, ich sei noch so eine Art Dauermitglied der Jungen Union ".