17. April 2015

Déjà-vu-Erlebnis

Dafür bekannt, dass er, wie auch bei seinem TiB-Auftritt im Februar 2013, unmissverständlich Tacheles redet, hat sich der Porsche-Betriebsratschef und stellvertretender Chef des Aufsichtsrats Uwe Hück (52) jetzt auch zum Machtkampf zwischen Piech und Winterkorn im Volkswagen-Konzern geäußert. Wie die STUTTGARTER ZEITUNG berichtet, hat er das Gezerre der vergangenen Tage um eine mögliche Nachfolge von Martin Winterkorn als "eine Art Déjà-vu-Erlebnis" bezeichnet.

"Wir haben uns an 2009 zurück erinnert gefühlt", spielte er auf die quälende Übernahmeschlacht zwischen VW und Porsche an. "Das war nicht gut für die Belegschaft und das Unternehmen".

Hück stärkte Winterkorn den Rücken, indem er betonte, er habe von Anfang an keinen Grund gesehen, warum Winterkorn jetzt das Steuer abgeben sollte. "Die Entscheidung bringt zunächst einmal Ruhe und setzt auf Kontinuität". Damit dürfte er auch die eigenen Reihen gemeint haben. Denn als möglicher Winterkorn-Nachfolger im Sessel des VW-Vorstandsvorsitzenden galt zuletzt auch Porsche-Chef Matthias Müller.