Obwohl die "Roten Bullen" des RB Leipzig jetzt zweimal hintereinander, im Pokal und in der Meisterschaft, gegen Bayern München den Kürzeren gezogen haben, stehen sie in der Bundesliga-Tabelle noch immer auf Platz 3, nur einen Punkt hinter den Borussen aus Dortmund. Damit will man sich aber in der sächsischen Messestadt nicht zufrieden geben. Wie in der SchwäZ kürzlich zu lesen war, soll der Architekt, Ralf Rangnick (59), seinen 2019 auslaufenden Vertrag verlängern. Der aus Backnang stammende Leipziger Spoirtdirektor (TiB-Gast im Mai 2012) plant, RB noch näher an die absolute Spitze zu führen. Vielleicht gelingt heute Abend im CL-Spiel beim FC Porto ein weiterer Schritt zu diesem Ziel.
RB-Geschäftsführer Mintzlaff schwärmte kürzlich im Sportmagazin kicker: "Er hat dem Verein seinen Stempel aufgedrückt wie kein Zweiter. Und er hat es geschafft, eine Mannschaft zu formen, die für Nachhaltigkeit steht". Er sei der sportliche Motor des Clubs, der die Philosophie vorgebe und sie dann auch umsetze.
Rangnick selbst sagte zu seiner derzeitigen Situation: "Meine Jobzufriedenheit ist groß". Außerdem biete die Stadt Leipzig eine hohe Lebensqualität. Sie ist der Faktor, der seit seinem Burnout-Syndrom 2011 für ihn von größter Bedeutung ist. Einige Aufgaben an andere Vereinsangestellte deligierend, arbeitet der einst "Professor" genannte Rangnick mit Nachdruck daran, weiterhin ganz junge, aber talentierte Nachwuchsspieler für den Verein zu gewinnen und sie an ihn zu binden.