Wie der heutigen Montagsausgabe der Augsburger Allgemeine zu entnehmen ist, klappten auf den Tag genau vor 70 Jahren am 26. Februar 1948 erstmals die Deckel der Augsburger Puppenkiste auf. Deren jetziger Intendant Klaus Marschall war als Mann, der alle Fäden in der Hand hat, im April 2017 bei Moderatorin Jasmin Off im TiB zu Gast. Zwei Tage vor Eröffnung erschien am 24. Februar 1948 ein Artikel mit dem Titel "Klappernder Tod und gestiefelter Kater" und dem Untertitel "Augsburg bekommt ein Marionettentheater".
Die Puppenkiste, die so gut wie jeder in Deutschland kennt, gilt nicht nur als Markenzeichen, sondern längst schon als Wahrzeichen der Bezirkshauptstadt Bayerisch-Schwabens. Schon wegen Jim Knopf, Urmel aus dem Eis und dem Ohrwurm "Eine Insel mit zwei Bergen". Er ertönt volle Pulle aus den Lautsprechern der WWK-Arena, wenn es dem FCA gelingt, das Runde ins gegnerische Eckige zu befördern, was freilich etwas öfter geschehen könnte. Damals, als es drei Jahre nach Kriegsende losging, hatte der Kasperle wie noch heute das erste Wort. Seither unterhält er die Buabele und die Mädele mit hintersinnigem schwäbischen Humor.
Im Sommer diesen Jahres wird vom 30. Juni bis zum 5. August auf der großen Allgäuer Freilichtbühne in Altusried das Märchen "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer" gespielt.