01. Dezember 2015

"Die Heimat verlässt keiner ohne Weiteres"

Wie der Zufall es will, ist zehn Tage vor dem Weihnachts-TiB 2015 am 7. Dezember mit dieser Aussage von ihm als Titel im Bayern-Teil der letzten Samstags-Ausgabe von Augsburger Allgemeine/Allgäuer Zeitung ein Interview erschienen, das Josef Karg mit Hans Well (Bild) geführt hat. Well (62), der über die Jahre mit den Biermösl Blosn berühmt wurde, und heute mit seinen "Wellbappn" genannten Kindern wie kürzlich im Memminger "Kaminwerk" auftritt, bestreitet mit Moderator Andreas Müller den 170. Talk im Bock, diesmal in der Mensa/Cubus des HMG.

Aufgefordert, seine Meinung zum Thema Flüchtlinge komprimiert in drei Sätzen vorzutragen, sagte der Musikkabarettist u.a.: "Die meisten Politiker ducken sich weg und überlassen Freiwilligen die Arbeit". Oder sie versuchen "Kapital für die Wahlen rauszuschlagen", auch wenn sie ein C im Namen ihrer Partei tragen. Und hinsichtlich der Forderung, um Deutschland herum Zäune zu errichten, sagt Well: "Die sollen sich mal überlegen, was sie tun würden, wenn sie in einer Kriegssituation wären. Die Heimat verlässt keiner ohne Weiteres".

Schwarz sieht der "politische Querkopf" für die Zukunft der bäuerlichen Landwirtschaft und des Bauernstandes. Seine Prognose für das Jahr 2025: "Die Kinder in der Schule sehen Bilder von einem Bauernhof und der Lehrer sagt: So war das früher, Kinder! Es wird höchstens noch einen Dorfbauern geben, aber kein Bauerndorf mehr". Dass der Agrarbetrieb industriell werde, sehe man jetzt schon an der sich ausbreitenden Vermaisung der Agrarlandschaften. Wie bei Augsburg würden an der Romantischen Straße (B 17) auf den Äckern unüberschaubar riesige Hallen wachsen, so wie die von www.amazon.de