Nachdem unser TiB-Gast von 2009 Martin Sonneborn (59) als EU-Parlamentarier bereits zwei Amtszeiten hinter sich gebracht und Ursula von der Leyen unentwegt heftig satirisch attackiert hat, strebt er jetzt als Vorsitzender seiner Partei DiePARTEI am kommenden Sonntag, den 9. Juni, bei der bevorstehenden EU-Wahl seine dritte Amtszeit im europäischen Parlament an. Um seine Wahlchancen in der jetzigen heißen Wahlkampfphase zu verbessern, will der Spitzenkandidat seiner Partei möglichst viele Jungwähler mit einem preiswerten Leckerbissen überzeugen. Er fordert eine Preisbremse für Döner-Bier-Menüs, wie es in der Zeitung DERWESTEN schwarz auf weiß zu lesen ist.
Sonneborn kann den Unmut der Menschen voll und ganz nachvollziehen, denn "dass man eine derart schlechte Regierungsarbeit verantworten kann, das hat mich dann doch beeindruckt". Sich aber aus Protest dem "Fliegenschiss der deutschen Parteiengeschichte", also der AfD anzuschließen, sei der völlig falsche Weg. Lieber sollten die jungen Menschen seinem Angebot lauschen und Folge leisten.
Der amtierende MdEP macht sich dafür stark, "dass wir nicht nur eine Bier- und eine Döner-Preisbremse, je drei Euro, sondern sogar eine Menü-Preisbremse fordern. Bier und Döner zusammen für fünf Euro". Mit Blick auf das geringe Interesse an der Europawahl, insbesondere unter Jungwählern, sagt der renommierte Satiriker: "Es gibt keine Politikverdrossenheit, sondern nur eine Parteienverdrossenheit im Land". Sofern die Verdrossenen eine "intelligente Protestpartei mit humanistischen Standpunkten" wählen wollen, sollten sie ihr Kreuzchen doch bitte bei irgendeiner Kleinpartei setzen. Am allerbesten bei seiner eigenen Partei DiePARTEI.