03. Oktober 2017

Eigene Partei "abgewatscht"

Der aus der Bundespolitik ausgeschiedene CDU-Politiker Wolfgang Bosbach (TiB-Gast im Januar 2014) hat seine Partei nach ihrer verheerenden Wahl- schlappe bei der Bundestagswahl am 24. September scharf kritisiert. Wie Huffingtonpost meldete, lastete "Wobo" ihr schwere Fehler an.

Gegenüber dem Berliner Tagesspiegel sprach er von einem "massiven Ver- trauensverlust der Menschen in die Politik der Unionsparteien CDU/CSU". Insbesondere deren Flüchtlingspolitik habe die Wähler "komplett irritiert". Er nannte es einen schweren Fehler, dass die Schwesterparteien einen "völlig absurden Streit um eine Obergrenze für den Flüchtlingszuzug" geführt hätten.

Seine Kritik richtet sich vor allem gegen die Parteiführung der CDU, ohne den Namen Merkel in den Mund zu nehmen. Sie müsse doch "vier Jahre lang gespürt haben, dass die CDU mit ihrer Politik weite Teile der Wähler verloren hat".