11. November 2015

Erinnerungen an den großen Bundeskanzler

Der heute 86-jährige Journalist, ehemalige WDR-Intendant und Hauptstadtkorrespondent Friedrich Nowottny, der lange Jahre den "Bericht aus Bonn" der ARD ("Das war der Bericht aus Bonn, auf Wiedersehen, das Wetter") moderierte, war zweimaliger Gast beim "Talk im Bock": im Februar 2006 und im Juni 2010. Am gestrigen Tag des Todes des großen deutschen Altbundeskanzlers Helmut Schmidt (96) erinnerte er sich in verschiedenen Sendungen an gemeinsam Erlebtes. So auch im "Nordwestradio" von Radio Bremen.

Kühl und distanziert sei Schmidt gewesen, aber für Journalisten ein sehr angenehmer Partner. Wie oft behauptet, sei er aber doch kein "Überkanzler" gewesen, meint Nowottny. Jedoch sei er ein "Mann von überlegener Führungsqualität" gewesen. Weiter erzählt "Mister Bericht aus Bonn", dass er viele historische Momente mit ihm geteilt habe: die Schleyer-Entführung, den Terror der RAF, die atomare Nachrüstung im Rahmen des NATO-Doppelbeschlusses und die Atomenergie, auf die Schmidt gebaut hat.

Schließlich sagte Nowottny: "Er war der Kanzler, ich war der Chefkorrespondent der ARD - und dieser Unterschied wurde gewahrt".