Wenn am am Ende des heute begonnenen Monats nach zweieinhalb Monaten der nächste TiB stattfindet, dann erwartet Raimund Haser am 27. Juli Xifan Yang. Deren Familienroman "Als die Karpfen fliegen lernten" bietet bewegende Einblicke in die Geschichte des modernen China. Im Mittelpunkt steht ihr Opa, der Herr Peng. Was kaum jemand begreift: Trotz der Verbüßung von 20 Jahren Zwangsarbeit hält er der kommunistischen Partei bis heute die Treue.
Als "postkommunistischer Patriot" ist Peng stolz auf die rasante Modernisierung des einstigen "Reichs der Mitte" in der jüngsten Vergangenheit. Was die KP betrifft, die das Land einst aus dem Feudalismus geführt hat, ist er überzeugt, dass China ohne sie nicht so eine starke Wirtschaftsmacht geworden wäre.
Die Autorin des Romans verwebt Erinnerungen und Dokumente zu einem zeitgeschichtlichen Familienroman. Das China der Gegenwart sieht sie mit gemischten Gefühlen: fasziniert von der Dynamik und ernüchtert von der neuen Internetdiktatur, in der die Stimmen kritischer Mikroblogger unterdrückt werden.