"Ich glaube nicht, dass alle Flüchtlinge ihre Pässe verlieren", waren die Worte des CDU-Innenexperten Wolfgang Bosbach (TiB-Gast im Januar 2014), mit denen er sich Forderungen aus den Reihen der CSU anschloss. Nach dem terroristischen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz fordern sie eine Neujustierung der Flüchtlingsaufnahme und die Rückkehr zur Drittstaatenregelung.
Wie der Radiosender Bayern2 berichtete, sagte Bosbach der radioWelt: "Eine Maßnahme wäre zum Beispiel, dass wir niemanden mehr mit völlig ungeklärter Identität einreisen lassen. Ferner sei zu fragen, wann wir wieder zur konsequenten Anwendung des geltenden Rechts (gesetzlich verankerte Drittstaatenregelung) zurückkehren.
Seinen anstehenden Rückzug aus der Politik verband der frühere Vorsitzende des innenpolitischen Ausschusses mit scharfer Kritik an seiner CDU: "Es fällt mir schwer, gegen eine große Mehrheit der Parteiführung und auch der Fraktion zu argumentieren. Es begann mit den voluminösen Hilfspaketen für Griechenland. Ich halte die Nullzinspolitik der EZB für eine faktische Enteignung der Sparer. Ich möchte nicht die Kuh sein, die quer im Stall steht".