Vor wenigen Tagen gab es vom Airport Leipzig aus den ersten Abschiebeflug mit 28 straffällig gewordenen afghanischen Flüchtlingen zurück zum Flughafen Kabul in der heimatlichen Hauptstadt. Wegen schwerer Straftaten befanden sie sich in Deutschland in Haft. Dazu äußerte sich in Augsburger Allgemeine der TiB-Gast von Oktober 2015, Oberstabsarzt a.D. Reinhard Erös. Er gilt seit vielen Jahren als bestens bewanderter Kenner Afghanistans und Experte für das Land am Hindukusch.
Vorausgegangen waren monatelange Gespräche mit den dortigen Machthabern der Taliban. Weil man mit diesen menschenverachtenden Steinzeit-Islamisten nicht wirklich verhandeln kann, wurden die Gespräche mit ihnen über Vermittler in Katar geführt.
Nachdem bekannt geworden war, dass jeder abgeschobene Straftäter ein Handgeld von 1000 Euro erhielt, wurde daran Kritik laut. Ottiilie Klein (CDU) sprach in BILD von absolutem Hohn für jeden Steuerzahler. "Die afghanischen Medien haben mit scharfer Kritik auf die Umstände der Abschiebung reagiert", sagte Experte Reinhard Erös. Er sprach auch von Fassungslosigkeit im Land am Hindukusch darüber, dass diese "üblen Burschen" tausend Euro bekamen, was dort einem Jahreseinkommen entspreche. Erös glaubt, dass die Taliban ihnen das Geld abnehmen und dass aus Berlin Zahlungen geflossen sind. Er ist sich sicher, dass die Taliban bereit sind, Rückkehrer im größeren Stil aufzunehmen, natürlich aber nicht zum Nulltarif.