Als Dietmar Hopp im Februar 2010 Bernd Dassels Gast beim 100. TiB-Jubiläum war, war der 1940 als Sohn eines Lehrers in Heidelberg geborene heutige Multi-Milliardär noch nicht einmal 70 Jahre jung. Am heutigen 26. April, als vor 34 Jahren der Super-GAU von Tschernobyl (Ukraine) die Menschheit aufschreckte, beging "Vadda Hopp", wie sie ihn liebevoll im Kraichgau nennen, sein 80. Wiegenfest. Wegen der Coronapandemie verlief es ganz anders als geplant, war in der Süddeutschen zu lesen.
"Meine Frau und ich wollten mit unseren Kindern und Enkeln über ein verlängertes Wochenende nach Terre Blanche in Südfrankreich fahren, um in kleiner Runde den großen Runden zu feiern", sagte der Mehrheitseigner des Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim der Deutschen Presse-Agentur. "Daraus wird nun nichts, aber wir wohnen, durch eine Wiese getrennt, in der Nachbarschaft mit den Enkeln, so dass wir uns wenigstens sehen und zuwinken können".
Der Mitbegründer des Software-Riesen SAP, der weltweit rund 100.000 Mitarbeiter beschäftigt, ist u.a. auch Mehrheitseigner des Pharmaunternehmens CureVac, das in Tübingen mit Hochdruck an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus arbeitet. Als die US-Regierung kürzlich sehr dreist versuchte, sich die Exklusivrechte daran unter den Nagel zu reißen, grätschte Hopp entschlossen dazwischen. Im Frühsommer soll eine klinische Studie beginnen. Dazu äußert sich Hopp optimistisch: "Ich habe große Hoffnung, dass im Spätherbst dieses Jahres ein Impfstoff von CureVac verfügbar sein wird. Dann beginnt die nächste Herausforderung, möglichst viele Dosen zur Verfügung stellen zu können."
Leider gilt der segensreiche Wohltäter mit ausgeprägter sozialer Ader in der Ultra-Fanszene einiger Bundesligavereine als Hassfigur. Proteste und Beleidigungen übelster Art hatten in den Zeiten vor der Corona-Krise für viel Wirbel im Fußball-Oberhaus gesorgt.