21. September 2017

Flammendes Pläydoyer

Wenige Tage vor der Bundestagswahl am kommenden Sonntag hat die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags und bayerische Spitzenkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth (TiB-Gast 2007) bei einem Wahlkampfauftritt in Memmingen ein flammendes Pläydoyer für ein "buntes, vielfältiges Land" vom Stapel gelassen. Auf dem Platz vor dem Landestheater Schwaben, das vor über 40 Jahren einst ihre eigene Wirkungsstätte - sie hospitierte als Regieassistentin - war, strahlte die 62-Jährige über den warmen Empfang, der ihr in der bayerisch-schwäbischen Maustadt bereitet wurde. So berichtet es die heutige Memminger Zeitung in ihrem Lokalteil.

Wie das Blatt schreibt, legte das grüne Urgestein gleich mit der Kritik an einer Inszenierung los: dem Fernsehduell zwischen Merkel und Schulz, das für sie "nur ein Duett" war. Roth betonte, dass Demokratie kein Zwei-Personen-Stück sein dürfe. Ihr Herz schlage für eine starke und streitbare Demokratie im Bundestag. Die AfD sehe sie als ein auf das Parlament zukommendes "verheerendes Unglück".

Roth erinnerte auch an Requisiten aus dem politischen Fundus ihrer Partei und nannte hierzu als Beispiele: Atomausstieg, Energiewende, Deutschland als Einwanderungsland sowie die Gleichstellung der Frau. "Das alles sind Teile einer Erfolgsgeschichte, die ohne die Grünen nicht möglich gewesen wäre", so ihre feste Überzeugung.