31. Januar 2016

Fluch aus der Karibik

Schon drei Tage vor dem heutigen Triumph (24:17) der DHB-Auswahl gegen Spanien im Finalspiel von Krakau, der Deutschland den EM-Titel bescherte, begeisterte das deutsche Nationalteam beim EM-Turnier in Polen. Die Frankfurter Allgemeine erklärt die positive Entwicklung auch damit, dass das junge Team auch von jenem Umschwung profitiert, den Heiner Brand, der 2009 bei Bernd Dassel im TiB zu Gast war, schon viel früher gefordert hatte. Der DHB will den früheren Bundestrainer, der es als Spieler wie als Trainer zum W-Titel brachte, jetzt wieder einbinden, doch das "Gesicht des deutschen Handballs" ist weit weg.

"Das habe ich lange genug mitgemacht", sagte Brand, der statt nach Polen in die Karibik gereist ist. Dennoch wurde beim DHB viel über den Gummersbacher gesprochen. Als prägende Figur des deutschen Handballs soll sich der 63-Jährige wieder im DHB engagieren.

Ob es wirklich dazu kommt, steht in den Sternen. Derzeit beschränkt sich Brands handballerische Tätigkeit auf eine beratende Funktion in der Schiedsrichter- und Regelkommission des internationalen Handballverbandes. Angeblich genießt er seinen Abstand zum Handball: "So weit weg zu sein, ist auch ganz schön". Seine Distanz zum Verband wirkt wie eine Art Fluch aus der Karibik.