11. Mai 2014

Gang nach Karlsruhe

Schon bei seinem TiB-Auftritt vor einem Jahr hat der Münchener Anwalt Dr. Adam Ahmed überzeugend dargelegt, warum er als Strafverteidiger vollen Einsatz leistet, um die rechtsstaatlich verbrieften Rechte seiner Mandanten durchzusetzen. Auch wenn oder gerade wenn es sich um mordende Schwerstverbrecher wie die mutmaßlichen Polizistenmörder von Augsburg handelt.

Wie Augsburger Allgemeine/Allgäuer Zeitung jetzt berichteten, kündigte Ahmed an, für seinen an Parkinson leidenden Mandanten Raimund M. (61) bis vor das BVG nach Karlsruhe ziehen zu wollen. Der Augsburger Zeitung sagte er: "Ich habe noch nie eine so unüberzeugende Begründung eines Oberlandesgerichts gelesen". Die Verteidiger Ahmed und Werner Ruisinger hatten Beschwerde eingelegt, nachdem das Schwurgericht die Unterbringung in der Klinik angeordnet hatte. Diese Beschwerde hat das OLG verworfen. Die Verteidiger argumentieren, M. wolle sich nicht untersuchen lassen und dürfe nicht dazu gezwungen werden.

Auch sind die Anwälte der Meinung, dass der zuständige Arzt in der Psychiatrie in Haar voreingenommen ist. Oberarzt Graz soll schon nach einem kurzen Vorgespräch mit M. zu dem Urteil gelangt sein, dass dieser wieder verhandlungsfähig sei. So geht das Tauziehen weiter, ein schnelles Ende des Verfahrens ist nicht in Sicht.