Wahlkampfstratege Frank Stauss, der erst vor nicht einmal noch zwei Wochen TiB-Gast von Moderator Andreas Müller im Bocksaal war, gab kürzlich der FAZ ein umfassendes Interview, das kurz nach den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz am 16. März veröffentlicht wurde. Dort wird er als "SPD-Geheimwaffe" und als "Mann für aussichtslose Fälle" vorgestellt, der der alten und neuen Ministerpräsidentin in Mainz zum Sieg verholfen habe. Sein Erfolgsrezept: Haltung!
Durch die Kampagne, die Stauss für Malu Dreyer entworfen hat, hat diese die rheinland-pfälzische Landtagswahl gewonnen. Deren Wahlsieg erklärt Stauss damit, dass Dreyer in schwierigen Zeiten nie gewackelt hat". Auch hätte man insofern Glück gehabt, dass Julia Klöckner Panik bekommen habe. Außerdem bringe Dreyer "ein festes Wertekonstrukt mit" und auch der Landesverband der SPD habe "eine sehr klare Haltung bewiesen".
In seinem Wahlkampf-Blog habe Stauss Klöckners Kampagne mit Häme verfolgt. Der Kardinalfehler der Wahlverliererin sei es gewesen, "einen sehr konservativen Kurs zu fahren" und mit Bayerns Ministerpräsident Seehofer und Österreichs Außerminister Kurz "die größten Kritiker der Bundeskanzlerin nach Rheinland-Pfalz in den Wahlkampf einzuladen".