26. Mai 2015

Gründungsmisere in Deutschland

"Die Wirtschaft beklagt eine Gründungsmisere in Deutschland", meldet schwäbische.de unter Berufung auf DIE WELT. Diese Tageszeitung berichtet, dass nach Daten des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), dessen Vorsitzender Dr. Eric Schweitzer im letzten TiB am 11. Mai zu Gast war, die Bereitschaft zur Gründung eines eigenen Unternehmens immer mehr abnimmt.

Schweitzer macht neben der demografischen Entwicklung und der gut laufenden Konjunktur auch die Bundesregierung für den Gründermangel verantwortlich. Die derzeitige Wirtschaftspolitik sei "alles andere als Werbung für Unternehmensgründungen", sagte Schweitzer und führte dazu Mindestlohn, Entgeltgleichheitsgesetz und Regulierungen bei Zeitarbeit an.

Laut DIHK sind Gründer mit Migrationshintergrund einziger Hoffnungsschimmer. Fast jeder fünfte Gründer (19 Prozent) hat inzwischen ausländische Wurzeln. Gegenüber 2007 entspreche das einem Plus von fünf Prozentpunkten. Allerdings wird vielfach "Qualifikationsbedarf beim kaufmännischen Handwerkszeug wie Kostensteigerungen oder Planrechnungen" gesehen. Zudem müssten 70 Prozent der Migranten ihre Sprachkenntnisse verbessern.