09. März 2016

Grupp wählt Grün

Als treuer CDU-Wähler hat Trigema-Chef Wolfgang Grupp (73), der Januar 2004 als Gast beim TiB war, immer für seine CDU votiert. Jetzt, im Vorfeld der bevorstehenden Landtagswahlen in Baden-Württemberg am 13. März, will er erstmals die Grünen wählen, weil Ministerpräsident Kretschmann durch gute Politik seine Stimme verdient habe. So berichtete es die Süddeutsche. Er hofft damit, dass das auch der Union nützt.

Wie man von seinen TV-Werbespots her weiß, spricht Grupp meistens erst, wenn ihm ein Schimpanse das Wort übergibt: "Was sagt Herr Grupp dazu?" Der wackere schwäbische Mittelständler antwortet dann Sachen wie: "Ich werde auch in Zukunft Verantwortung für meine Mitarbeiter übernehmen und nur in Deutschland produzieren.

Wenn er jetzt erstmals grün wählt, heiße das aber nicht, dass er zu den Grünen gewechselt sei. Seine Stimme soll aber ein Denkzettel für die CDU sein, von der er sich an der Nase herumgeführt fühlt. Auch für die Flüchtlingspolitik von CDU-Kanzlerin Merkel soll seine Stimme ein Denkzettel sein. Grupps Ansicht nach hätte sie sich nach dem ersten Willkommensgruß korrigieren und sagen müssen, dass ihre Einladung nicht für jene gelte, die "nur vor der wirtschaftlichen Not fliehen wollten". Das habe ihn "gravierend gestört und geärgert".

Auch aus wahltaktischen Gründen wendet sich Grupp den Grünen zu: "Die CDU hat eine größere Chance, an die Regierung zu kommen, wenn sie Juniorpartner der Grünen wird".