25. April 2019

Gut gemeinter Fehler

Nach dem desaströsen 0:6-"Waterloo" des VfB Stuttgart am Ostersamstag beim FC Augsburg war Trainer Weinzierl klar, dass es zu einem unangenehmen Gespräch mit Sportdirektor Thomas Hitzlsperger (TiB-Gast bei Bernd Dassel im Mai 2014) kommen müsse. Obwohl "Hitz" dem Trainer eigentlich bis zum Saisonende den Rücken stärken wollte, machte das "Minus-Erlebnis von Augsburg", wo der Trainerwechsel von Manuel Baum auf Martin Schmidt wahre Wunder wirkte, die letzte Hoffnung zunichte, sich mit Weinzierl vielleicht doch noch irgendwie "durchwurschteln" zu können, schreibt die Frankfurter Rundschau.

Gegenüber der Mannschaft gab der VfB-Sportchef die in Krisenzeiten übliche Ansprache. Ihr Tenor: "Die Spieler müssen unter dem neuen Trainer Willig sehr schnell erkennen, worum es geht und das Ego hinten anstellen. Wer das nicht kapiert, darf hier keine Zukunft haben".

Hitzlsperger hat erst im Februar als Sportvorstand übernommen und seinerzeit vermeiden wollen, sich als erste Amtshandlung sofort vom Trainer zu trennen. Wie sich jetzt aber herausgestellt hat, war das ein Fehler, wenn auch ein gut gemeinter. In bester Überzeugung wollte er erst einmal Kontinuität wahren. Denn die hat es in den letzten Jahren in Stuttgart nirgendwo gegeben.