Wie in der SchwäZ letzte Woche zu lesen war, besucht der frühere TiB-Mode- rator und Nachfolger von Bernd Dassel, der jetzt CDU-Abgeordneter im Stutt- garter Landtag ist, jede Woche eine Schule seines Wahlkreises. Zuletzt war Raimund Haser in der Realschule in Bad Wurzach zu Gange. Dort löcherten ihn aufgekratzte und neugierige Neuntklässler mit den tollsten Fragen, zum Beispiel dieser: "Haben Sie auch Ferien?"
Was seine Person betrifft, erklärte Haser den Schülern, dass er einmal Betriebswirtschaft stu- dierte und als selbständiger ein Beratungsbüro betrieb. Jetzt aber ist die Politik für ihn ein Vollzeitjob geworden. An drei Wochentagen weilt er in Stuttgart, wo er zahlreiche Sitzungen (Fraktion, Ausschüsse, Plenum) zu absolvieren hat. Die restlichen beiden Wochentage ist er im Wahlkreis unterwegs.
"Was halten Sie von der AfD?" lautete die Gretchenfrage eines mutigen Schülers. Hasers Antwort verdient, weil er nicht wie viele andere Politiker anfing, auf die neue Partei einzuprügeln, Respekt: "Man sollte niemandem vorwerfen, falsch gewählt zu haben". Es folgte die Auffor- derung, dass die Schüler, wenn sie das Alter haben, unbedingt zur Wahl gehen sollen. Denn Nichtwähler "verstärken rein mathematisch" den Einfluss radikaler Kräfte. Und schließlich: "Die Wähler der AfD wollten uns sagen, wir sind nicht mit allem einverstanden. Das hab' ich als Demokrat zu respektieren".