Nein, das ist kein Scherz, wahrlich nicht! Die Freien Wähler unter Vorsitz von Hubert Aiwanger schicken Alexander Hold (Bild), den 54-jährigen Kemptener Juristen, der sich als Fernsehrichter über die Jahre einen Namen gemacht hat, ins Rennen um die Nachfolge von Joachim Gauck (TiB-Gast im März 2011) im Bundespräsidialamt. Wie BR24 dazu bemerkt, sei Aiwanger die Freude über die gelungene Überraschung anzumerken. Damit schicken die Freien Wähler erstmals einen eigenen Kandidaten ins Rennen.
Aiwanger gerät sogar ins Schwärmen und nennt Hold einen "Glücksfall für unser Land". Als verantwortungsvoller Richter und engagierter Kommunalpolitiker habe er sich über alle Parteigrenzen hinweg einen hervorragenden Ruf erworben und genieße hohes Vertrauen. Dass vor allem die Damenwelt auf den hübschen Schönling abfährt, wie es auch bei seinem TiB-Auftritt im Februar 2011 sichtbar wurde, ließ der FW-Parteichef allerdings unerwähnt.
Hold selbst hat sich bereits geäußert. Er schätze seine Erfolgschancen realistisch ein, wolle vor allem für einen bürgernahen Politikstil werben: "Schon wenn es gelingt, sachorientierter Vernunft wieder mehr Gehör zu verschaffen als populistische Parolen, ist für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes viel gewonnen". Das hört sich doch gut an, richtig staatsmännisch, oder nicht?