Prof. Paul Kirchhof, der ehemalige Bundesverfassungsrichter, den Altkanzler Schröder als "Herr Professor aus Heidelberg" verächtlich zu machen versuchte, stellte in einem Essay für das Handelsblatt die These auf: "Das heutige Wirtschaftsleben entspricht nicht immer dem, was das Grundgesetz will". Das Internet sei zwar ein grandioses Freiheitsinstrument, habe aber Boden verloren, weil es zugleich ein moderner Pranger sei, den der Verfassungsstaat endgültig abgeschafft zu haben glaubte.
Kirchhof begründet seine These damit, dass Menschen von Suchmaschinen abgeschöpft werden, wenn sie ihr Grundrecht wahrnehmen, sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Sie würden dann statistischen Gruppen zugeordnet, zum Beispiel Käufern und Konsumenten, gesundheitlichen und kreditpolitischen Risikogruppen, Verdächtigen, Straftätern, Staatsfeinden.
Wie schon beim TiB im Juni 2013 mit Raimund Haser zieht Kirchhof auch hier gegen die ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen zu Felde. Da immer mehr Waren durch Roboter und Computer hergestellt würden, komme der Ertrag aus dem Maschineneinsatz allein dessen Geldgeber, also jenen zu, die über Investitionskapital verfügen. Deshalb schlägt er vor, nach Wegen zu suchen, wie auch Erfinder, Techniker, Zulieferer und in Vertrieb und Reperatur Tätige vermehrt an Gewinn und Verlust teilhaben können. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<jjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjj