Was da heute in der Allgäuer Zeitung über den als Fernsehrichter bekannt gewordenen Kemptener Stadtrat der Freien Wähler, Alexander Hold (TiB-Gast im Februar 2011) zu lesen ist, erinnert ein ganzes Stück weit an die 2009 in die Kinos gekommene deutsche Filmkomödie "Horst Schlämmer - Isch kandidiere". Verfolgte der eine als Filmheld das Ziel, Bundeskanzler werden zu wollen, bekräftigt der andere aus Kempten seine Kandidatur für die Nachfolge von Bundespräsident Joachim Gauck (TiB-Gast im März 2011). Obwohl seit gestern feststeht, dass Außenminister Frank-Walter Steinmeier, von SPD und CDU/CSU getragen, so sicher wie das Amen in der Kirche ins Schloss Bellevue einziehen wird. Da er mit 75 Prozent der Stimmen in der Bundesversammlung rechnen kann, ist jede andere Kandidatur realiter zum Scheitern verurteilt.
Den Hold aber ficht das in keiner Weise an. "Wieso sollte das alles Einfluss auf meine Kandidatur haben?" fragte er in seiner merkwürdigen Art von Rhetorik auf eine Anfrage der Zeitung zurück, um gleich sofort ein "Jetzt erst recht" hinzu zu setzen. Sicher kann er nur auf die Stimmen seiner FW zählen, und das sind ganze zehn von 1260 des Plenums der Bundesversammlung.
Man wird sehen, was werden wird. Am 12. Februar nächsten Jahres wird der grundgesetzlich höchstrangige Vertreter der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Ob Hold bis dahin doch das Handtuch geworfen haben wird? Wer weiß: Vielleicht baut er auf die Stimmen der holden Weiblichkeit. Denn die Damenwelt liegt dem schönen Mann ja zu Füßen. So wie damals schon bei seinem Auftritt im Leutkircher Bocksaal. Unvergesslich!