Mit Andreas Martin Hofmeir, der im Oktober 2016 auch Gast im TiB war, kommt am morgigen Freitag ein großartiger Tubist nach Ismy, an dem wirklich alles außergewöhnlich zu sein scheint: seine Musik, sein Instrument, das Programm seiner musikalisch-kabarettistischen Lesung, die den Titel "Kein Aufwand" trägt. Wie der gestrigen SchwäZ zu entnehmen ist, findet die noch nicht ganz ausverkaufte Veranstaltung innerhalb der Reihe "Zwischentöne" im Adlersaal statt. Sie beginnt um 20 Uhr. Den Isnyern verspricht er eine "komische Mischung aus Kabarett, Literatur und Konzert".
Der am Salzburger Mozarteum als Musik-Professor tätige "Instrumentalist des Jahres" wird in Isny von seinem Werdegang erzählen, der ebenfalls außergewöhnlich und kurios verlaufen ist. Kurios wie die Tatsache, dass er "wegen der Erotik" barfuß auf der Bühne steht, denn er habe die Erfahrung gemacht, dass nackte Haut beim Publikum große Wirkung habe. deswegen habe er es schon mit verschiedenen entblößten Körperteilen versucht, jedoch nur mit den Füßen ein gutes Ergebnis erzählt.
Unter dem Titel "Tubistenmangel war mein Schicksal" erklärte er im SZ-Interview auch, wie er zu dem 8 Kilo schweren und sperrigen Instrument kam, wo er doch eigentlich einmal Schlagzeuger werden wollte. Weil in der heimatlichen Blaskapelle in Geisenfeld in der Holledau eklatanter Tubistenmangel herrschte, wurde er vom Dirigenten kurzerhand zwangsverpflichtet. Gefragt, was ihn an der Tuba so fasziniert, antwortete der gestandene Vollblut-Bayer: "Die unglaubliche Wärme des Klangs und der Obertonreichtum. Nichts und niemand nimmt einen so selig in den Arm wie der Klang seiner Fanny - wenn man sie richtig spielt".
Dieses Jahr hat Hofmeir 120 Konzerte mit 18 verschiedenen Projekten auf drei Kontinenten vor der kräftigen Brust. In Isny war er bisher noch nicht, die Stadt habe aber einen aufregend exotischen Klang.