Die eben erst als "Trümmerfrau" apostrophierte SPD-Politikerin Andreas Nahles (47), die im Juni 2012 als SPD-Generalsekretärin TiB-Gast von Christoph Plate war, hat als gestern neu gewählte Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten sofort der Union den Kampf angesagt. Und zwar mit drastischen Worten, wie der heutigen Tagespresse zu entnehmen ist: "Ab morgen kriegen sie in die Fresse".
In ihrem neuen Job wird es der dem linken Parteiflügel zugerechneten Politikerin, die im bisherigen Kabinett Merkel auf dem Ministersessel des Arbeitsministers saß, darum gehen, das Profil der SPD so zu schärfen, dass sie schnell aus dem historischen der Tief der Wahlschlappe vom letzten Sonntag herausfindet. Mit der Union hat sie künftig einen politischen Gegner, mit dem sie vier Jahre lang - durchaus keineswegs erfolglos - regiert hat.
Bereits mit 18 trat Nahles einst in die SPD ein. !995 wurde sie Bundesvorsitzende der Jusos. Neuerdings auf den harten Bänken der Opposition sitzend, kann die streitbare Genossin künftig frei von jedweden Regierungszwängen agieren.