Der Künzelsauer Unternehmer Reinhold Würth (80), der im April 2007 zum TiB in der Festhalle war, hat im Lauf seines Berufslebens aus einer kleinen Schraubenhandlung einen Konzern mit weltweit 68.000 Mitarbeitern aufgebaut. Wie Augsburger Allgemeine/Allgäuer Zeitung in seinem Porträt schreiben, liegt er nach der Forbes-Liste der reichsten Deutschen auf Platz 14 des Geldadels. Sein Vermögen wird auf 6,9 Millarden Dollar geschätzt. Aus all diesen Gründen wird er oftmals "Schraubenkönig" genannt. Jedoch reagiert er auf diesen Titel allergisch, weil er kein König sein wolle. Denn: "Ein König braucht Untertanen. Und Schrauben leben ja nicht. Die sind tot".
Seine große Leidenschaft ist die Kunst. Rund 17.000 Werke umfasst seine Privatsammlung. Auch Museen hat er schon aufgebaut. Bis 10. Januar 2016 werden unter dem Titel "Von Hockney bis Holbein" Schätze aus der Würth-Sammlung im Berliner Gropius-Bau gezeigt.
Würth gilt wie sein Landsmann Lothar Späth als Cleverle, denn als Kaufmann will der den "Namen des Unternehmens auch über Kunst transportiert" sehen. Ein Kunst-König will der Schwabe aber schon sein. Schließlich hat er Hans Holbeins "Schutzmantel-Madonna" für gut 50 Millionen Euro gekauft.