Der langjährige SPD-Wahlkampfmanager Frank Stauss (51), der am 7. März bei Andreas Müller im TiB zu Gast war und Malu Dreyer erneut in den Sessel der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz verhalf, bleibt trotz der historisch schlechtesten Umfrageergebnisse (nur noch 20 Prozent für SPD) optimistisch, wenn es um die Zukunft der deutschen Sozialdemokratie geht. "Die SPD wird gebraucht, um ein neugieriges und modernes Deutschland zu gestalten. Alles wird gut, wenn sie die Chancen der Zukunft erkennt", schrieb er in einem Gastbeitrag für die Hamburger Wochenzeitung DIE ZEIT. "Sorge um die SPD? Nö", lautet der Titel des Beitrags.
Im Hinblick auf die alternde Gesellschaft, die "auch noch ein großer Spaß" werde, weil die meisten nicht dement werden, sondern furchtbar gelangweilt vor der Herausforderung stehen, die 20 + X Jahre zwischen Rentenanfang und Lebensende rumzukriegen, seine Feststellung: "Sex allein kann es ja nicht sein!" Wie also gestalten wir unsere Städte und unser Zusammenleben dann? Wird vielleicht die Nachbarschaft zur neuen Familie, wenn die Kinder nicht mehr vor Ort sein können?
Und was seine SPD betrifft, würde das Lamentieren über Umfragen nur zu Lähmung und Verdruss führen. Wenn sie so neugierig, optimistisch und zukunftsgewandt bleibt wie in ihren ersten 150 Jahren, müsse man sich um die SPD keine Sorgen machen. Die Arbeit für das beste Deutschland aller Zeiten werde niemals ausgehen. Und Stauss falle niemand ein, der auf diese Aufgabe besser vorbereitet wäre als die SPD. "Daher bitte jetzt den Vorwärtsgang einlegen". Das sind die Schlussworte von Stauss' Gastbeitrag.