Während der Debatte vor der Wahl von Ursula von der Leyen zur Präsidentin der EU-Kommission sorgten der Vorsitzende der Partei Die PARTEI Martin Sonnerborn (TiB-Gast im September 2009) und sein Parteifreund Nico Semsrott, der jetzt mit Sonneborn Seit an Seit im EU-Parlament sitzt, für Aufsehen. Semsrott zeigte sich in einem spektakulären Pullover voller Aufkleber von Unternehmensberatungen, der auf die Berateraffäre mit externen Berater- verträgen um von der Leyen anspielt. Unter Berufung auf die Geschäftsordnung beantragte er die Offenlegung der finanziellen Interessen der zur Wahl stehenden Kandidatin und eine Überprü- fung, ob ein Interessenkonflikt vorliegt.
Scharfe Kritik kam auch vom großen Parteivorsitzenden der satirischen Spaßpartei Martin Sonneborn. Das Führungspersonal mit dem zierlichen Weibchen von der Leyen an der Spitze sei europapolitisch "völlig kenntnisfrei" und vor allem durch teuere Berater und Missmanagement aufgefallen, sagte er im Straßburger Parlament.
"Um diese Parade von Inkompetenz und moralischer Wurstigkeit abzusichern, paktieren sie mit der illiberalen polnischen Pis-Partei, dem Möchtegernfaschisten Orban und Benito Salvini, sagte der deutsche Parlamentarier. Statt Matteo verpasste er dem italienischen Innenminister den Vornamen des faschistischen Diktators Mussolini (1883 - 1945). "Wir sollten Europa nicht den Laien und Leyen überlassen. Zwinkersmiley", sagte Sonneborn weiter. Die Ursula reagierte mit einem Lachen auf den Beitrag des außerordentlich außergewöhnlichen Spaßpolitikers.