08. April 2014

Krieg nur vorne Scheiße, hinten geht's

Am 10. Februar war der frühere Tatort-Kommissar Gregor Weber (45) TiB-Gast von Raimund Haser. Aus Anlass des Erscheinens seines neuen Buches "Krieg ist nur vorne Scheiße, hinten geht's" über seine soldatischen Erfahrungen auf dem afghanischen Kriegsschauplatz haben Augsburger Allgemeine/Allgäuer Zeitung dem Buchautor die ganze "Dritte Seite" gewidmet. Das Buch ist ein autobiographischer Selbstversuch über das Seelenleben von Soldaten im Auslandseinsatz.

"Emotional war das für mich stärkste Erlebnid", sagt Weber, die Ehrenwache für den 32-jährigen Kameraden, der am 4. Mai vergangenen Jahres im Einsatz gegen die Taliban zu Tode kam. Bislang ist er das letzte Kriegsopfer der Bundeswehr.

Angesichts solcher Erfahrungen hat ihn angetrieben, "dass die Soldaten eine große Hilflosigkeit erleben, sich in die Gesellschaft hinein zu äußern". Sie seien "immer wieder mit dem Gefühl konfrontiert, dass die Mehrheit der Bevölkerung ihren Einsatz nicht gut findet und ablehnt". Aus seinen Erfahrungen leidet er schließlich die Verpflichtung ab, dass Deutschland als sicheres und reiches Land solchen Ländern helfen müsse, "wenn wir das können".