10. September 2015

Kritik an Flüchtlingspolitik

Der Präsident des DIHT (Deutscher Industrie- und Handelskammertag) Dr. Eric Schweitzer (50), der im Mai diesen Jahres auch Gast beim TiB war, äußerte neulich große Bedenken. Wie n-tv unter dem Titel "Fremdenhass schadet deutscher Wirtschaft" meldete, sorgt sich Schweitzer angesichts brennender Flüchtlingsheime, Demonstrationen gegen Zuwanderung und offen ausgetragenem Rassismus um die Zukunft der deutschen Wirtschaft. Er kritisiert jedoch auch die offiziell betriebene deutsche Flüchtlingspolitik.

Deutschland brauche eine Willkommenskultur, "die in der Gesellschaft verankert ist", sagte Schweitzer der Saarbrücker Zeitung. Die Unternehmen seien immer stärker auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen. Zugleich forderte der DIHK-Chef mehr Planungssicherheit bei der Beschäftigung von Flüchtlingen. Flüchtlinge mit Bleibeperspektive müssten während einer Ausbildung sicher vor Abschiebung sein.

Zugleich warnte Schweitzer auch: "Wir vergeben Chancen, wenn wir Talente nicht nutzen und gleichzeitig viele tausend Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben".

In einem Interview der ARD-Tagesthemen äußerte der DIHT-Präsident, dass qualifizierte Flüchtlinge unbedingt Sprachkurse und schnelle Beratung brauchen.