Am gestrigen Samstag, den 16. Mai, wurde um 15.30 Uhr die laufende Saison der Fußball-Bundesliga mit dem 26. Spieltag fortgesetzt, allerdings ohne Zuschauer nur in Form von Geisterspielen. Der letzte absolvierte Spieltag datiert auf den 6. März. Somit erzwang die Corona-Epidemie eine Zwangspause von mehr als neun Wochen. Bevor die Kicker in leeren Stadien wieder dem Runden nachjagten, um es ins Eckige zu bugsieren, meldeten sich zahlreiche Größen der Sportart zu Wort, darunter auch der frühere Erfolgscoach Ottmar Hitzfeld, der März 2017 im TiB zu Gast war. Unter dem Titel "Prophet Hitzfeld" berichtete die Allgäuer Zeitung in ihrem Sportteil darüber.
Der jetzt 71-Jährige rechnet mit einem Rückgang der Transfersummen im Fußball und begründet, wie die Schweizer Nachrichten-Agentur Keystone-SDA meldet, seine Ansicht so: "In einer Phase, in der es vielen Leuten schlecht geht, kann im Fußball nicht wie bisher weitergeprotzt werden".
Angesichts wegbrechender Einnahmen aus dem Ticketgeschäft prophezeit Hitzfeld gar den Anbruch einer neuen Ära im Weltfußball. Die Vereine hätten nun die gesellschaftliche Verantwortung, vernünftig zu wirtschaften. Den Re-Start der Bundesliga befürwortet der ehemalige Bayern- und BVB-Trainer: "Der Fußball ist in dieser schwierigen Zeit für die Bevölkerung ein Lichtblick".