Um den aus Würzburg stammenden und jetzt mit Weib und Kind in Mainz lebenden gelernten Journalisten und großen Kabarettisten Frank-Markus Barwasser (61) alias Erwin Pelzig, der im Dezember 2011 dem TiB die Ehre gegeben hatte, ist es wegen der Corona-Pandemie 16 lange Monate lang ganz, ganz still geworden. So still, dass man hätte meinen können, dass er in Ruh und Schweigen untergegangen wäre. Solcher Eindruck täuscht allerdings Gott sei Dank, denn in der gestrigen Ausgabe der Allgäuer Zeitung tauchte unter dem Titel "Das beleidigt meinen Verstand" ein umfangreiches Interview mit ihm auf.
In seinem neuen Bühnenprogramm ganz winzig klein gemacht, nimmt er die Rolle des Virus ein. Die Pandemie betrachtet er als große Kränkung, weil sie unsere Lebensweise infrage stellt. Wut habe er in den vergangenen Monaten eigentlich nicht empfunden, aber geärgert habe er sich schon über das immer wieder erkennbare Missmanagement im Verlauf der Corona-Krise. Umfragen wie "Wer ist der bessere Krisenmanager: Laschet, Baerbock oder Scholz?" würden ihn doch nicht kränken, sagt Barwasser, jedoch "meinen Verstand beleidigen".
Gefragt, ob er die Bundeskanzlerin Merkel, die 16 lange Jahre lang viel zu lang regiert habe, vermissen würde, der 61-jährige TV-Star: "Ich empfinde es wie am Ende der Ära Kohl: zu viel Stillstand. Aber wenn jetzt der lasche Armin Lächel-Laschet wirklich Kanzler werden sollte, jo mei, da hätte sie auch bleiben können".