11. August 2016

Marshallplan für Afrika

Der für 12. September geplante 178. "Talk im Bock" verspricht außergewöhnlich spannend, da thematisch überaus brisant, zu werden. Der Gast aus Durach bei Kempten, Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller (CSU), fordert jetzt nämlich einen Marshallplan für Afrika. Seine Forderung rechtfertigt er mit einer vernichtenden Aussage: "Europa hat komplett versagt".

Wie Augsburger Allgemeine/Allgäuer Zeitung jetztauf ihrer Titelseite berichten, sagte der Bundesminister mit Blick auf den Flüchtlingsstrom aus Afrika auch: "Europa hat die Lösungen". Der geforderte Marshallplan soll 10 Milliarden Euro umfassen, mit denen die Fluchtursachen bekämpft und die jungen Afrikaner von der gefährlichen Reise Richtung Europa abgehalten werden sollen. Herkömmliche Entwicklungshilfe allein könne die Probleme nicht lösen.

Dabei, so Müllers Vorstellung, müsse sich die Wirtschaft durch kluge Investitionen einbringen. Als Anreiz dazu stellt er sich steuerliche Erleichterungen für investitionsbereite mittelständische Unternehmen vor. Bis Herbst beabsichtigt er, einen entsprechenden "Afrika-Plan" vorzulegen. Insbesondere die afrikanische Jugend soll nach dem Willen des Ministers aus dem Allgäu vorrangig gefördert werden.