Bevor es am morgigen 16. Juni bei der Brasil Mundial 2014 im Auftaktspiel gegen Portugal für das DFB-Team erstmals rundgeht, erörterte Anton Schwankart in der Allgäuer Zeitung die Frage, ob Philipp Lahm (30) Mannschaftsführer der Nationalelf sein kann. Die Kapitänsbinde war ihm 2010 als Vertreter von Michael Ballack, dem Spielführer mit Ehrentitel "Capitano" zugefallen.
Bundes-Jogi Löw hatte den Kleinen gewähren lassen, das Machtvakuum zu füllen. "Hierarchien", ließ "Pippo" mit der Erfahrung von vier Jahren Amtszeit verlauten, "bilden sich immer auf dem Platz und laufen über die Leistung". Weil es in Deutschland keinen zweiten Nationalspieler gebe, so die AZ weiter, "der seit einem Jahrzehnt ständig Weltklasse repräsentiert, hat Lahms Wort immer Gewicht".
Im Unterschied zu Bastian Schweinsteiger habe Lahm neben dem sportlichen Anforderungsprofil auch das nötige sprachliche Geschick, was jeder bestätigen kann, der ihn beim Weihnachts-TiB 2008 in der Seelhaushalle erlebt hat. Der DFB setzt auch in Santo André den Journalisten keinen Spieler lieber vor als Lahm. In Brasilien will der Spielführer auch Anführer auf dem Spielfeld sein. Das dürfte ihm im zentralen Mittelfeld weitaus besser gelingen als auf der rechten hinteren Außenbahn.
Dieser Tage hat "Fipsi" seinen laufenden Vertrag beim FC Bayern bis zu seinem geplanten Karriereende im Juni 2018 verlängert.