20. Juli 2024

Mythos Bayreuth nicht verstanden

Mit der harschen Behauptung "Frau Roth hat den Maythos Bayreuth nicht verstanden" kritisiert Bayerns Kunstminister Markus Blume (CSU) die in Berlin amtierende Kulturstaatssekretärin der Grünen, Claudia Roth (TiB-Gast 2007). Er weist deren Vorschlag entschieden zurück, bei den Festspielen auf Bayreuths Grünem Hügel auch andere Musik als nur die von Richard Wagner zu spielen. Der Freistaat werde einer dafür nötigen Satzungsänderung im Stiftungsrat der Festspiele ganz sicher seine ZTustimmung verweigern, sagte Blume den Zeitungen der Mediengruppe Bayreuth. Blume wörtlich: "Die Satzung ist klar und es gibt keine Notwendigkeit für eine Änderung, Wagner ist der Stoff, von dem die Oberfrankenmetropole Bayreuth lebt."

 

Roth hatte dafür plädiert, auch andere Komponisten aufzuführen, zum Beispiel Engelbert Humperdincks "Hänsel und Gretel", eine Oper, die aus der Wagner-Tradition kommt. Aus ihrer Sicht sei es wichtig, die Festspiele einem jüngeren Publikum stärker zu öffnen, sie vielfältiger, bunter und jünger zu machen. So nachlesbar bei www.gmx.de

 

Blume hält ganz entschieden dagegen: "Man kommt doch nach Bayreuth, um dort Wagner in einer Brillanz zu hören, wie es sie sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Frau Roth hat den Mythos Bayreuth nicht verstanden. Bayreuth lebt von Richard Wagner". - Wie nicht anders zu erwarten, wurde die Grüne Roth vor der Premiere von Wagners "Tristan und Isolde" von den vielen Zaungästen ganz gehörig ausgebuht.