Aus Anlass des bisher schwersten Lawinenunglücks am Mount Everest Mitte April, bei dem 16 Sherpas (Hochträger in Nepal) den Tod fanden, gewinnt das im Juni erscheinende vierte Buch der Leutlircher Autorin Christiane Fladt, die den TiB-Reigen des Jahres 2013 eröffnete, besonders schreckliche Aktualität. Deshalb hat SZ-Mitarbeiterin Carmen Notz ein Interview mit ihr geführt.
Die Meldung sei ihr "durch Mark und Bein" gegangen, erklärte Fladt. Denn "seit 2 Jahren schreibe ich über 18 Hochträger aus Shimshal und 16 haben mir über ihre gefährliche Arbeit erzählt." Die Frau des Bergführers Qudrat habe es mit ihrer Aussage "Und neben ihnen stapft der Tod" auf den Punkt gebracht und zugleich den Titel ihres vierten Buches kreiert. Am Dienstag, den 24. Juni, wird es die Autorin um 19 Uhr im Cubus der Leutkircher Öffentlichkeit vorstellen.
2008 kamen auch zwei Hochträger der Shimshalis ums Leben, die zum Teil schon 20 Jahre am K2 und anderen Achttausendern unterwegs sind. "Es war ein großes Drama für das ganze Dorf. Einer war noch jung, beide hatten Familie".
Am Everest sind die Expeditionen inzwischen abgereist. Aus Pietätsgründen lassen die Sherpas ihre Arbeit für diese Saison ruhen.