Aus einer kurzen Pressenachricht geht hervor, dass Grünen-Urgestein Claudia Roth (TiB-Gast 2007) keine Ambitionen auf einen Ministersessel im neu zu bildenden Kabinett hegt. Im "Flurfunk" ihrer Partei wurde sie schon als Entwicklungshilfe-Ministerin oder Staatsministerin für Kultur gehandelt. Tat- sächlich möchte die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags auch weiterhin dieses Amt bekleiden.
In ihrer Bewerbung an die grüne Bundestagsfraktion schreibt Roth: Mit der AfD ziehe dort eine Partei ein, die ihre völkische Ideologie und ihre antidemokratische Haltung nicht einmal mehr verschleiere. Ob sie das nicht doch etwas zu rosarot durch die grüne Brille sieht?
Als "achtsame Herzkammer der Demokratie" wolle sie das Parlament nach besten Kräften ver- teidigen. Damit dürften die Chancen von Anton Hofreiter steigen, neben Özdemir und Göring-Eckardt Minister in einer Jamaika-Koalition zu werden, beträchtlich steigen.