Als der gelernte Kemptener Jurist Alexander Hold (56) im Februar 2011 im TiB im Bocksaal zu Gast war, war er als Fernsehrichter eine deutschlandweit sehr bekannte und was die holde Weiblichkeit angeht, auch eine sehr beliebte und verehrte TV-Größe. Jetzt ist er als Mitglied der Freien Wähler einer der Vizepräsidenten des Bayerischen Landtags und Abgeordneter im MÜnchner Maximilianeum. In einem großen Interview, das Hold zum Jahresbeginn der Augsburger Allgemeinen gab, gibt er aufschlussreiche Einblicke in seine Situation.
Warum er nicht zu der früher stets staatstragenden bayerischen Partei CSU gegangen ist, erklärt Hold so: "Ich habe meine Unabhängigkeit als Richter immer sehr geschätzt. Das wollte ich beibehalten. Ich wollte vor Ort vernünftige Politik machen und mich keiner Parteiräson aus Berlin oder München unterordnen. Bei den FW geschieht Willensbildung von unten, von der Basis aus. Der Verlust des Bezugs zur Basis ist einer der Gründe für die Abnutzungserscheinungen der großen Volksparteien.
Die Frage, ob er wieder Fernsehen machen wolle, verneint Hold. Und so begründet er seine Verneinung: "Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeiten, die mir meine Fernsehsendungen eröffnet haben. Aber jetzt arbeite ich mit voller Kraft im Landtag. Ein TV-Job ist mit meiner parlamentarischen Arbeit schon rein zeitlich nicht zu vereinbaren."