08. April 2018

Orbán muss weg

Im Vorfeld der am heutigen Sonntag in Ungarn stattgefundenen Parlamentswahlen hat sich auch Martin Sonneborn (52), Vorsitzender der satirischen Spaßpartei Die PARTEI, fraktionsloser EU-Parlamentarier und TiB-Gast von Bernd Dassel im September 2009, in azonnali.hu dazu geäußert, und zwar unter dem Titel "Orbán muss weg".

Dabei wirft er zunächst grundlegende Fragen wie zum Beispiel diese auf: Was für eine ungarische Regierung würde im Interesse Deutschlands stehen? Und im Interesse der EU? Welche ist die schlimmste Möglichkeit? Wie ist das Ansehen Victor Orbáns? Tut dem Image Ungarns diese Regierung, dieser Ministerpräsident gut?

Er kommt zu der Schlussfolgerung: Orbán muss weg! Seine Begründung: Orbán, der mit deutschen CDU- und CSU-Politikern in der EVP-Fraktion zusammenarbeitet, ist uns in Deutschland derart peinlich, dass diese Verbindung weder in der Politik noch in den Medien thematisiert wird. Sonneborn wörtlich: "Ich wünsche mir für die Zukunft mehr Seriosität in Ungarn, mehr Demokratie und mehr Verantwortung gegenüber denjenigen in der Gesellschaft, denen es am schlechtesten geht".

Wie sich am Tag danach gezeigt hat, ist Sonneborns Forderung fehlgeschlagen, denn Orbáns Partei hat einen triumphalen Wahlsieg eingefahren.