Wer weiß, ja wer weiß, ob das nur Zufall oder durchtrieben kalkulierte Absicht ist, dass die Schwäbische Zeitung just in ihrer heutigen Samstagsausgabe, dem letzten Tag vor Walpurgisnacht, auf ihrer Titelseite von Frau Dr. Gabriele Pauli (58) berichtet. Die auch als schöne Fürther Landrätin bekannt gewordene CSU-Rebellin bescherte Anfang 2007 und noch einmal zu Jahresbeginn 2008 dem "Talk im Bock" gleich zwei Abende, die unvergesslich in Erinnerung bleiben (siehe TiB-Archiv).
Indem sie dem ikonenhaft staatsmännischen bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, den sie in München den "ewigen Stoibär" nannten, ganz forsch die Stirne bot und - voll gegen den Strich der CSU gebürstet - unentwegt wider den Stachel löckte, rückte sie ihm derart "auf die Pelle, dass der verängstigt aus seinem Amt floh, um sich in den nebligen Niederungen politischer Bedeutungslosigkeit zu verkriechen.
Jetzt der fränkisch-wilden Pauli (Ehe auf Zeit!), die sich zuletzt anschickte, Bürgermeisterin auf der montänen Ferieninsel Sylt zu werden, "ein Emanzen-Denkmal zu setzen, ist perfide und genial zugleich", heißt es "Unterm Strich" in der SchwäZ. In München seien sie so begeistert von der Idee, dass überlegt werde, das Denkmal optisch an Pauli anzulehnen. Das allerdings nur, wenn die Gabi ihre Latex-Handschuhe, mit denen sie, im Hochglanzmagazin Vanity Fair aufreizend lasziv posierend, die erotischen Phantasien beflügelte, zur Verfügung stellt. Und es sieht wirklich ganz danach aus, dass der Naturstein die Latex-Handschuhe tatsächlich übergezogen kriegt...