Wenn in gut drei Wochen am 20. April Moderator Raimund Haser die frühere Schweizer Ski-Rennläuferin Maria Walliser aus Mosnang im Kanton St. Gallen erwartet, dann talkt im Bocksaal eine Ski-Legende mit Weltklasseformat. Neulich hat sich Martin Born, der seinerzeit bei den Skiweltmeisterschaften 1989 und 1999 in Vail/Colorado Reporter war, in der Basler Zeitung zurück erinnert, insbesondere an Wallisers Gold-Fahrt von Vail 1989. "Rekordvorsprung im Schnee" lautet der Titel seines Beitrags.
Weil es drei Tage lang ständig gestürmt und geschneit hatte, musste vor der Frauen-Abfahrt ein halber Meter Pulverschnee "zu einer WM-tauglichen Piste gewalzt werden". Die Piste war dann nicht mehr eisig wie im Training, sondern sehr weich. Weil in der Nacht eine "Kältewelle über die Rocky Mountains hinweg geschwappt war, wurden in Vail am Morgen minus 26 Grad gemessen. Beim Start des Rennens hatte es noch minus 20 Grad, die Luftfeuchtigkeit sank auf 40 Prozent. Es waren die idealen Bedingungen für Walliser, die wusste, wie man die Ski im Weichen laufen lässt. Und ihr Servicemann hatte mit seinem "Wunderwachs" auch noch das "goldene Händchen".
Nie mehr seit der Kitzbühlerin Christl Haas 1962 dominierte eine Weltmeisterin so klar wie die Maria. Nach einem fehlerfreien Rennen hatte sie anderthalb Sekunden Vorsprung vor der Kanadierin Karen Percy. Mit drei Hunderststel vor der Schweizerin Heidi Zurbriggen sicherte sich übrigens die Allgäuerin Karin Dedler aus Dietmannsried bei Kempten die Bronze-Medaille.