27. Juli 2014

Ruf schädigende Belastung

Vor dem Hintergrund der kriegerischen Kampfhandlungen zwischen der Armee Israels und der palästinensischen Terrororganisation Hamas ist es auch hierzulande zu judenfeindlichen Protesten gekommen. In der Diskussion um neuen Antisemitismus hat sich im Deutschlandfunk auch Wolfgang Bosbach (62), der Ende Januar diesen Jahres beim TiB zu Gast war, zu Wort gemeldet und von einer Belastung für unser Land gesprochen.

Der Vorsitzende des Innenausschusses sagte, die Hetze gegen die Juden klinge wie vor 80 Jahren. Wurden die Juden damals vom Staat verfolgt, habe der heutige Staat die Aufgabe, sie zu schützen. "Angesichts der Geschichte unseres Landes" müsse unser Staat "konsequent gegen jede Form von Antisemitismus einschreiten". Judenhetze sei eine Belastung für unser ganzes Land und schädige das Ansehen Deutschlands in der Welt.

Ferner sagte Bosbach, dass Deutschland mit der Zuwanderung islamistischen Antisemitismus importiere. Dieser gehe "eine unheilige Koalition ein mit Teilen der politischen Linken und mit Neonazis". Wenn daraus dann auch noch Gewalt resultiere, "dann ist die Grenze dessen, was ein Rechtsstaat tolerieren kann, weit überschritten".